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Juli 2010

- ohne Titel -
Quelle: Athenaeum Stade
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Magier liest Gedanken

Bodo Lorenzen und Drei-Gänge-Menü verzauberten Publikum - Zu Festival der Illusionen eingeladen

Mit mentaler Energie schafft Bodo Lorenzen es, die Ringe von Nicole und Annegret zuzuordnen. Foto Schönfeld

Stade. Erinnerungen, die im Spiegel verschwinden, Karten, die an der Decke kleben, und Bilder im Kopf des Publikums, die scheinbar durch den Mittelfinger an Bodo Lorenzen übertragen werden. Der Mentalist brachte am Sonnabend sein Publikum im "Vier Linden" in Stade zum Staunen. Der Koch des Restaurants, Horst Staats, verzauberte dazu mit seinem Team die 50 Gäste mit einem leckeren Drei-Gänge-Menü.
Ganz in Schwarz gekleidet, entführte Lorenzen sein Publikum fünf Stunden in die Welt der Illusionen. Der Magier lässt drei Gäste einschneidende Erlebnisse mit Datum auf Zettel schreiben und in Flaschen stecken, um später die Gedanken seiner Protagonisten an dieses Ereignis auf ein Flip-Chart zu zeichnen. Wie macht der Magier das? Diese Frage bewegt die Gäste beim Salat mit Apfeldressing und Roastbeefscheiben.
"Ahhh" und "Ohhh" ertönt es im Saal, als sich Sophia (7) und Christel (13) auf der Bühne verbiegen, als wären ihre Knochen aus Gummi. Die beiden Akrobatinnen mit goldenen Kostümen wie aus Tausendundeiner Nacht vollführen Salti, Pirouetten, Kopfstände und Verrenkungen, die einen schwindelig werden lassen. Dabei lächeln sie unentwegt. Bis zu fünf Mal in der Woche trainieren die beiden Mädchen aus Hamburg für zwei bis drei Stunden, verraten sie später dem TAGEBLATT hinter der Bühne. Nach dieser sportlichen Leistung - wenn auch nur vorgeführt - schmecken Schweinefilet im Ganzen gebraten, Hähnchenbrust-Roulade, mit Spinat und Käse gefüllt, mediterranes Gemüse und Herzoginnenkartoffeln noch besser.
Während sein Publikum isst, geht der Magier von Tisch zu Tisch. Spricht jeden persönlich an. "Ich bin zu nervös, um jetzt zu essen", so Lorenzen. Schließlich sei dieser Abend für ihn auch eine Generalprobe für das große Festival der Illusionen im Januar in Sindelfingen. Als dritter bei der Deutschen Meisterschaft der Mentalisten des Magischen Zirkels von Deutschland sei er dazu eingeladen. Spiegel spielen im dritten Teil des Abends eine große Rolle. "Spiegel haben ein Gedächtnis, sie wollen einem die Erinnerung rauben", so Lorenzen und holt sich Ann-Kathrin und Matthias auf die Bühne. Matthias wird mit seiner tiefsten Angst im Spiegel konfrontiert, Ann-Kathrin weiß nach langem Blick in einen goldenen Handspiegel und mehrfachen Berührungen des Magiers im Gesicht ihren Namen nicht mehr. "Ich hab in dem Moment nur noch schwarz gesehen", sagt die junge Frau später am Tisch.
Bei heißen Zwetschen mit Zimt- und Vanilleeis fragen sich die Gäste: "War alles Illusion, ein Traum oder vielleicht doch Realität?" Wer Lust hat, kann diesem Phänomen bei einer der nächsten "Magic & Dinner-Show" am 6. Dezember im "Vier Linden" in Stade oder am 15. Dezember im "Brauhaus" in Buxtehude auf die Spur kommen.